Herner Kinder- und Jugendparlament trifft sich „unter Palmen"

Ein Gastbeitrag der Teilnehmenden im Workshop "Journalismus für Anfänger"

Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause trafen sich am 4. und 5. Juni endlich wieder Kinder und Jugendliche verschiedener Jugendgremien aus Nordrhein-Westfalen zum 17. Workshop unter Palmen. Organisiert von der Geschäftsführerin des Herner Kinder- und Jugendparlamentes, Victoria Apel, die mit ihrem Team auch dank finanzieller Unterstützung durch das Land einmal mehr zwei tolle Tage in der Akademie Mont-Cenis auf die Beine stellen konnte, waren rund 150 Kids und Jugendliche aus der Region zusammen gekommen, um sich in diversen Workshops weiterzubilden und gemeinsam zu feiern. 

Parallel dazu tagte am Samstag auch der Kinder- und Jugendrat NRW in der Akademie. Neben Stefan Jung, einem Vertreter aus dem zuständigen Ministerium, war bei der Begrüßung auch Hernes Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda zugegen, der sich über den großen Zuspruch freute: „Danke, dass ihr alle hier seid und durch eure Gremienarbeit aktiv an der Zukunft der Region, die auf dem Weg  zur grünsten Industrieregion der Welt ist, mitarbeitet.“ 

Nach der Auftaktveranstaltung ging es für die Kids an die Arbeit, respektive in die Workshops. Einer davon gab den Teilnehmer:innen Einblicke in die Welt des Journalismus, um am Ende des Workshops den hier vorliegenden Artikel zu verfassen. 

Mit Begeisterung stürzten sich die 14- bis 18-Jährigen in die Recherche und sammelten Stimmen aus den anderen Kursen. Generell war die Stimmung gut und das Angebot an Kursen breit aufgestellt, berichteten sie nach ihrem Exkurs. 

Im Moderatorentraining von Frank Labatz etwa bereitete man sich bereits auf den Besuch des Landtagsabgeordneten Alexander Vogt vor, mit dem die Kids am Sonntag eifrig diskutieren wollen.

Das Kursangebot von Maximilian Weitz war ziemlich schweißtreibend, brachte den Teilnehmenden nach eigenem Bekunden dennoch viel Spaß und bestätigte einmal mehr den Ansatz, dass man aufeinander zugehen muss, um zusammen zu finden. Beim Flag-Football in der Sporthalle der Max-Wiethoff-Schule war in jedem Fall einiges los.

Die gewaltfreie Kommunikation, angeboten von Christiane Schmitz, hatte zwar zunächst einen schweren Stand und war bei vielen Jugendlichen anfangs nur zweite Wahl bei der Kursfindung, überzeugte am Ende aber vollends. „Ich dachte zunächst, es wäre nicht mehr als eine Therapiestunde, inzwischen kann ich das Thema aber begeistert weiter empfehlen", berichtete einer der Teilnehmenden nach dem Kurs.

Ü berzeugen durch Debatte lernten die Jugendlichen bei Tobias Paulus. Diskutiert wurden zentrale Thesen wie die von Narin Aksoy: „Wir sind alle Menschen und alle haben das Recht, gleich viel zu verdienen.“ Vermittelt wurden hier unter anderem der richtige Auftritt, die Körperhaltung, das Atmen und die Strukturierung der eigenen Rede.

Gut angekommen ist auch das Seminar von Vivian Holfeld: „Liebe dich selbst und zeige, was in dir steckt“. Die Referentin forderte ihre Gruppe mit einem Rollenspiel zum Thema Kritik und einem Test zum eigenen Selbstbewusstsein heraus.

Darüber hinaus standen auch die Themen LSBTQ* und Antirassismus auf dem Lehrplan, die von den Teilnehmenden mit großer Ernsthaftigkeit behandelt und dankbar angenommen wurden. Die Grundsätze: "Alle sind gleich" und "Stereotypen sind der falsche Ansatz" bestimmten hier einen Teil des Diskurses.

Nach dem anstrengenden Tagwerk feierten die Kinder- und Jugendlichen am Abend gemeinsam eine Fete.

Dieser Artikel wurde verfasst von:

Diana Gergova

Joyce van der Valk

Lara Bidik

Tom Klesper

Sophia Bieniek

Tatjana Ebel

Leon Hilkenbach

Luna Eulenberg

Mahyar Omidi

Samyan Mezgal