Förderungen durch den Kinder- und Jugendförderplan NRW

Das Kinder- und Jugendförderungsgesetz NRW verpflichtet die Landesregierung NRW für jede Legislaturperiode einen Kinder- und Jugendförderplan zu erstellen. Ziel des Förderplanes ist es, die Kinder- und Jugendförderung auf Landesebene zu unterstützen.

Ziele

Im Kinder- und Jugendförderplan NRW werden Ziele, Aufgaben und Voraussetzungen der Kinder- und Jugendförderung auf Landesebene dargestellt. Dabei sollen insbesondere die Tätigkeiten der freien und öffentlichen Träger der Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes zur Entwicklung der Bedingungen des Aufwachsens junger Menschen gefördert werden. Die Weiterentwicklungen dieser Bedingungen sind sowohl Aufgabe der öffentlichen Träger der Jugendhilfe und der freien Träger als auch des Landes und werden durch Landesmittel aus dem Förderplan gestärkt.

Positionen

Neben weiteren Förderpositionen bilden insbesondere die Beteiligung von Kinder- und Jugendlichen sowie die demokratische Wertebildung Schwerpunkte der Förderung durch den Kinder- und Jugendförderplan.

Förderposition 2.1: Einmischende Jugendpolitik / Beteiligung / Mitbestimmung

„Gefördert werden Angebote und Projekte, die die Beteiligung bzw. Mitbestimmung junger Menschen an sie betreffenden Angelegenheiten auf örtlicher und überörtlicher Ebene und die Mitgestaltung durch und Mitwirkung von Kindern und Jugendlichen an politischen, gesellschaftlichen und lebensweltlichen Gestaltungsprozessen zum Ziel haben.“

Förderposition 2.2: Demokratische-, politische- und Wertebildung

„Gefördert werden Angebote und Projekte, die junge Menschen in ihrer demokratischen Haltung und ihre Befähigung zum politischen Handeln stärken. Die Maßnahmen haben das Ziel, die Urteilsbildung junger Menschen über politische, gesellschaftliche und lebensweltliche Themen und Konflikte unter Beobachtung der Weltanschauungen, Kulturen und Lebensformen zu ermöglichen und sie zur Wahrnehmung ihrer Rechte und Interessen sowie zur konkreten Mitgestaltung von demokratischen Entscheidungsprozessen zu befähigen.“

Die ausführlichen Beurteilungs- und Fördermaßstäbe zu den einzelnen Positionen des Kinder- und Jugendförderplanes finden Sie im folgenden Link:

https://www.lwl-landesjugendamt.de/media/filer_public/3f/bb/3fbbb17e-2a1c-44f7-a7fd-cb89bc3b4274/beurteilungs-_und_fordermassstabe_kjfp_2019_finale_versandversion_23_10_2018.pdf

Maßnahmen

Grundsätzlich können Angebote der Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes gefördert werden, wenn sie sich an die Zielgruppe Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 21 Jahren richten. Die Projekte sollen sich inhaltlich an der jeweiligen Position orientieren und die Beteiligung und Befähigung junger Menschen zur Mitbestimmung stärken.

Verfahrenshinweise/Link

Zur Förderung durch den Kinder- und Jugendplan NRW ist eine Antragstellung beim jeweiligen Landesjugendamt notwendig. Die Frist zur Antragstellung verläuft regelmäßig zu Beginn des neuen Kalenderjahres. Die Projekte müssen dabei den Richtlinien für die Förderung nach dem Kinder- und Jugendförderplan entsprechen. Ausführliche Informationen zu den entsprechenden Vorgaben und Richtlinien sowie Hilfestellungen zur Beantragung der Fördermittel erhalten Sie auf den Internetseiten des LWL-Landesjugendamtes: https://www.lwl-landesjugendamt.de/de/jufoe/finanzielle_hilfen2/ljpl/