Die Netzwerk-Kommunen und -Kreise

In dieser Rubrik erfahren Sie mehr über unsere Netzwerk-Kommunen und -Kreise in Westfalen-Lippe (LWL) sowie ihre Ziele im Projekt der "Eigenständigen Jugendpolitik in kommunaler Verantwortungen". Wir stellen die Kommune in ihren Eckdaten mit Anzahl jugendlicher Einwohner vor, zeigen die individuellen Ziele der kommunalen Strategie zur Beteiligung von Jugendlichen und präsentieren konkrete Maßnahmen der Kommunen und Kreise zur Umsetzung.

40.949 Gesamteinwohnerzahl
7.934 Einwohnerzahl unter 21 Jahren (19,4 % der Gesamteinwohnerzahl)

Projektschwerpunkt

Ziel der Beteiligung sei es, mit den Kindern und Jugendlichen ins Gespräch zu kommen und mehr Verbindlichkeit herzustellen. Die bestehenden Beteiligungsstrukturen werden weiterentwickelt und um digitale Elemente erweitert.

Aktivitäten

Die jährlich stattfindende Jugendhilfeausschusssitzung mit Beteiligung von Kindern und Jugendlichen wird um digitale Elemente erweitert.
Die Beteiligung über aufgestellte „Postboxen“ an den weiterführenden Schulen wird zu einem digitalen Beteiligungsformat verändert. An jugendrelevanten Orten rufen Beschilderungen mit dem Titel „Du bist gefragt!“ zur Beteiligung auf. Diese Beschilderungen sind mit einem QR-Code versehen. Jederzeit können junge Menschen ihre Ideen und Anliegen direkt aus dem Sozialraum heraus aktiv einbringen.

Projektansprechperson der Stadt Ahaus:

Birgit Gausling
Tel.: 02561 72357
E-Mail: b.gausling@ahaus.de

Birgit Kleinfeld
Tel.: 02561 72375
E-Mail: b.kleinfeld@ahaus.de

Projektschwerpunkt

Die Stadt Arnsberg hat sich das Ziel gesetzt, langfristig Strategien zur Beteiligung in den Strukturen der Kommune zu verankern.
Dadurch sollen Angebote geschaffen werden, um das Demokratieverständnis, die Sozialkompetenz, die Selbstbestimmung und die Eigenverantwortung bei jungen Menschen zu fördern.

Aktivitäten

Für die Erreichung der langfristigen Ziele sind kreative Angebote in Schulen, Jugendzentren und im Rahmen von Streetwork und mobiler Jugendarbeit geplant. Zunächst soll der Kontakt mit den Kindern und Jugendlichen in den genannten Orten aufgenommen werden, um sie für die Beteiligung zu motivieren. Unter dem Motto "Misch dich ein" plant das Familienbüro die Produktion von Filmtrailern, um auf das Projekt aufmerksam zu machen. Danach soll mithilfe von Streetworken:innen eine Wand in Arnsberg mit politischen Statements und Forderungen von Jugendlichen besprüht werden. Auch die Online-Plattform "Instagram" soll bei dem Projekt miteinbezogen werden, um die direkte Kommunikation und den Austausch mit den Jugendlichen zu vereinfachen und die Möglichkeit zur Vernetzung zu bieten.
Darüber hinaus werden Online-Austauschformate zwischen jungen Menschen und Politiker:innen angestrebt.

Projektansprechpersonen der Stadt Arnsberg:

Dieter Beckmann
Tel.: 02932 2011555
E-Mail: d.beckmann@arnsberg.de

339.367 Gesamteinwohnerzahl
69.298 Einwohnerzahl unter 21 Jahren (20,4 % der Gesamteinwohnerzahl)

Projektschwerpunkt
Gemeinsam mit dem Bielefelder Jugendring und dem Bildungsbüro hat sich das Jugendamt das Ziel gesetzt, ein Konzept zur Stärkung der Kinder- und Jugendbeteiligung in der Stadt zu entwickeln. Dabei sollen die Kinder und Jugendliche die Beteiligung in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld erleben und erlernen und die Möglichkeit geschaffen werden, mitzureden, mitzuplanen und mitzubestimmen. Besonders in Schulen, Sportvereinen und Jugendzentren sollen die konkrete Beteiligungsmöglichkeiten im Alltag erfahrbar sein.

Projektansprechperson der Stadt Bielefeld:
Frank Kamke-Hellmann
Tel.: 0521/ 518459
E-Mail: frank.kamke-hellmann@bielefeld.de
 

 

Projektansprechpersonen der Stadt Borken:

Henning Lütjann
Tel.: 02861 2291
E-Mail: henning.luetjann@borken.de

Nähere Informationen zur "Eigenständigen Jugendpolitik" folgen.

194.879 Gesamteinwohnerzahl
37.640 Einwohnerzahl unter 21 Jahren (19,3 % der Gesamteinwohnerzahl)

Projektschwerpunkt

Die Stadt Hagen hat sich zum Ziel gesetzt, die bestehenden Strukturen der Kinder- und Jugendbeteiligung in Hagen umzustrukturieren. Die Jugendräte in den fünf Hagener Stadtbezirken werden zu einem gesamtstädtischen Jugendrat zusammengelegt. In den Bezirken werden offene Jugendforen verankert.
m Jugendhilfeausschusssitzung soll ein regelmäßiger Bericht zur Jugendbeteiligung installiert werden. Kommunalpolitik und Verwaltung werden so zum Themenbereich der Jugendpolitik regelmäßig informiert und sensibilisiert.

Projektansprechpersonen der Stadt Hagen:

Esra Sarioglu
E-Mail: esra.sarioglu@stadt-hagen.de

Hannah Scherlau
Tel.: (02331) 207 3096/2219
E-Mail: hannah.scherlau@stadt-hagen.de

56.000 Gesamteinwohnerzahl
10.200 Einwohnerzahl unter 21 Jahren (18,2 % der Gesamteinwohnerzahl)

Projektschwerpunkt

Die bereits vorhandenen Strukturen der Kinder- und Jugendbeteiligung in Hattingen wie das Jugendparlament und die regelmäßigen Treffen der Jugendlichen mit Vertreter:innen der Stadt sowie das jährliche Jugendforum sollen durch das Projekt „Eigenständige Jugendpolitik“ gestärkt und weiterentwickelt werden.
Die Stadt Hattingen setzt sich auch das Ziel, insbesondere Kinder unter 12 Jahren zu erreichen und deren politische Beteiligung zu erleichtern.

Aktivitäten

Im Rahmen des Jugendparlamentes wird eine AG „eigenständige Jugendpolitik“ gegründet, die die Umsetzung des Projektes „Eigenständige Jugendpolitik in kommunaler Verantwortung“ begleitet. Diese AG bereitet gemeinsame Treffen zwischen dem Jugendparlament, der Verwaltung und Politik vor. Ziel der Treffen ist die Entwicklung einer gemeinsamen jugendpolitischen Strategie unter Berücksichtigung der bestehenden Beteiligungsformate.
Um die Kinderbeteiligung zu fördern wird die Stadt Hattingen die erfolgreichen Kinderführungen im Rathaus professionalisieren und ausgeweitet. Ein zielgruppenspezifisches Konzept soll ab 2022 erarbeitet werden.

Projektansprechperson der Stadt Hattingen:
Ines Ditscheid
Tel.: 02324 204 3854
E-Mail: i.ditscheid@hattingen.de

160.000 Gesamteinwohnerzahl
39.000 Einwohnerzahl unter 21 Jahren (24,4 % der Gesamteinwohnerzahl)

Projektschwerpunkt

In Herne gibt es mit dem Kinder- und Jugendparlament einen guten Ansatz der Mitbestimmung für junge Menschen. Dieser erreicht einen Teil der in Herne lebenden Kinder und Jugendlichen. Um weiteren jungen Menschen die Beteiligung in ihrer Stadt zu ermöglichen, werden seit einigen Jahren ergänzend dazu unterschiedliche Beteiligungsformen in den 4 Herner Stadtbezirken ausprobiert und die Erfahrungen evaluiert und ausgewertet.
Um die aktive Mitgestaltung für Jugendliche zu fördern, werden im Rahmen des Projektes neue Methoden zur Kinder- und Jugendbeteiligung erprobt und ausgewertet.
Ferner soll die CommYOUnity-App als eine niederschwellige digitale Möglichkeit für Beteiligung genutzt werden.

Aktivitäten

Konkret finden in den Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit, der verbandlichen Jugendarbeit und an Schulen Werbeaktionen zur Beteiligung von jungen Menschen in Herne statt. Kinder- und Jugendforen werden geplant und durchgeführt. Die Ergebnisse der Foren sollen dan im Jugendhilfeausschuss durch junge Menschen präsentiert werden. Geplant ist außerdem eine Fort- und Weiterbildung von Verwaltung, Politik und Freien Trägern zur Erarbeitung kinder- und jugendfreundlicher Umsetzungsformate.

Projektansprechperson der Stadt Herne:

Markus Knapp
Tel.: 02323 1892362 oder 0177 2800176
E-Mail: markus.knapp@herne.de

53.850 Gesamteinwohnerzahl
11.668 Einwohnerzahl unter 21 Jahren (21,7 % der Gesamteinwohnerzahl)

Projektschwerpunkt

Der Offene Jugendrat in Ibbenbüren beteiligt sich bei Beratungen im Jugendhilfeausschuss und in den daran geknüpften Arbeitsgruppen. Zudem wird der Offene Jugendrat zu den Sitzungen des Bau- und Infrastrukturausschüssen sowie zu den Planungs- und Umweltausschüssen eingeladen.
Jedoch soll jedes Kind und jeder Jugendliche in Ibbenbüren die Möglichkeit der Beteiligung nutzen können. Durch niedrigschwellige Angebote sollen mehr Jugendliche erreicht werden.

Aktivitäten

Zunächst soll der Kontakt und Austausch mit allen Schüler:innenvertretungen aller Schulformen in Ibbenbüren hergestellt werden. Gleichzeitig sollen "Wünsche-Kästen" mit einem QR-Code in Ibbenbüren verteilt werden. Ferner sollen durch ein Sportturnier zwischen Jugendlichen und Kommunalpolitiker:innen die Annäherung gefördert werden, um mögliche gegenseitige Hemmschwellen abzubauen. Zuletzt sollen in Workshops Erklärvideos und Interviews mit Kommunalpolitiker:innen zur Jugendbeteiliguung gedreht und verbreitet werden.

Projektansprechperson der Stadt Ibbenbüren:

Kathrin Oelgeklaus (Kinder- und Jugendbeauftragte)
Tel.: 05451 931 730 oder 01578 96 72 631
E-Mail: kathrin.oelgeklaus@ibbenbueren.de

Projektansprechpersonen des Kreises Lippe:

Ekkehardt Loch
Tel.: 05231 624511
E-Mail: E.Loch@kreis-lippe.de

Nähere Informationen zur "Eigenständigen Jugendpolitik" folgen.

Projektansprechpersonen des Kreises Siegen-Wittgenstein:

Jennifer Utsch
Tel.: 0271 333-1393
E-Mail: j.utsch@siegen-wittgenstein.de

Nähere Informationen zur "Eigenständigen Jugendpolitik" folgen.

447823 Gesamteinwohnerzahl
97690 Einwohnerzahl unter 21 Jahren (21,9 % der Gesamteinwohnerzahl)

Projektschwerpunkt
Der Kreis Steinfurt beschäftigt sich durch das Projekt schwerpunktmäßig mit Fragen der Kommunalwahlbeteiligung  junger Menschen. Besonders will der Kreis junge Menschen motivieren, sich mit den Parteien ihrer Kommune auseinandersetzen und bei der Kommunalwahl 2020 ihre Stimme abzugeben.

Aktivitäten
Als Mikroprojekt plant der Kreis Steinfurt zusammen mit dem Kreisjugendring die Entwicklung eines „Kommunalomat“, durch den sich junge Menschen aktiver mit der Kommunalpolitik ihrer Stadt bzw. Gemeinde auseinandersetzen sollen. Dabei geht es um eine Plattform, auf der ca. 30 Thesen gezeigt werden, die durch jungen Menschen im Vorfeld erarbeitet und diskutiert wurden. Der Kommunalomat analysiert die Antworten auf die Thesen beruhend auf der Äußerung der Parteien dazu und zeigt im Anschluss die am ehesten mit den Interessen der Userinnen und Usern übereinstimmenden Parteien.

Projektansprechperson des Kreises Steinfurt:
Jörg Menzel
Tel.: 02551/69-3202
E-Mail: joerg.menzel@kreis-steinfurt.de

Projektschwerpunkt
Die Stadt Porta Westfalica hat sich das Ziel gesetzt, Jugendlichen ab 14 Jahren die Möglichkeit zu geben, sich mit relevanten kommunalpolitischen Themen niederschwellig auseinanderzusetzen und dadurch die politische Teilhabe junger Menschen zu fördern. Dabei werden sechs Treffen im Jahr organisiert, bei denen die Jugendlichen in Austausch mit mindestens einer Kommunalpolitikerin oder einem Kommunalpolitiker je Partei kommen können.
Durch eine Kooperation mit dem „Bielefelder Verein für demokratisches Handeln e.V“ soll für eine fachlich kompetente Moderation der Treffen gesorgt werden und offene Workshops zum Thema Rechtsextremismus durchgeführt werden.

Projektansprechperson der Stadt Porta Westfalica:
Pia Hübinger
Tel.: 0571 791-144
E-Mail: Pia.Huebinger@portawestfalica.de

 

119.941 Gesamteinwohnerzahl
22.712 Einwohnerzahl unter 21 Jahren (18,9 % der Gesamteinwohnerzahl)

Projektschwerpunkt

In 2020 hat sich das Kinder- und Jugendparlament auf Einladung des Bürgermeisters mit dem Verwaltungsvorstand der Stadt zu einem Informations- und Meinungsaustausch getroffen. Dabei wurde vereinbart, dass Kinder und Jugendliche aus Recklinghausen mehr in die Gestaltungsprozesse ihrer Stadt miteinbezogen werden müssen.

Die einmal jährlich stattfindende dezernatsübergreifende Sitzung mit der Verwaltungsspitze und dem Kinder- und Jugendparlament soll weiterentwickelt und verstetigt werden.

Aktivitäten

Zur Vorbereitung der nächsten dezernatsübergreifenden Sitzung und Entwicklung einer „Kultur der Weiterarbeit“ wird ein 2-tägiger Workshop mit dem Kinder- und Jugendparlament durchgeführt. Bei der dezernatsübergreifenden Sitzung sollen die Ergebnisse des Workshops vorgestellt werden und Verabredungen hinsichtlich der weiteren Zusammenarbeit getroffen werden.

Projektansprechpersonen der Stadt Recklinghausen:

Maja Wolt
Tel.: (02361) 50 22 26
E-Mail: maja.wolt@recklinghausen.de

Katharina Welslau
Tel.: (02361) 50 22 50
E-Mail: katharina.welslau@recklinghausen.de

Die Netzwerk-Kommunen und -Kreise finden Sie auch auf unserer interaktiven Karte zur Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in NRW.   Zur "Karte"